JACOB ROHRSYSTEME in der Tiernahrungsindustrie

Der Planer und Anlagenbauer

Das Unternehmen Ing. Stefan Kastenmüller GmbH ist seit über 40 Jahren als Werksvertretung für das Produktprogramm von JACOB ROHRSYSTEME tätig. Das in Martinsried bei München ansässige Unternehmen plant und baut Mühlen und Silos für Schüttgüter wie zum Beispiel Getreide, Mehl oder Mischfutter; außerdem Einrichtungen zum Fördern, Mischen, Wiegen, Verpacken und Verladen. Der moderne und zukunftsorientierte Anlagenbau steht dabei immer im Vordergrund.

Der Kunde

Die Firma Interquell bei Augsburg stellt im Werk Wehringen Premium-Trockenfutter für Hunde, Katzen und Fische her, auch bekannt unter dem Markennamen „Happy Dog“ oder „Happy Cat“. Derzeit werden rund 300 Tiernahrungsprodukte hergestellt. Diese werden in über 30 Länder exportiert.

Der Umbau

Die Aufgabenstellung für den Anlagenbauer bestand darin, die vorhandene Produktionskapazität zu erweitern, da die aktuelle Anlage den Anforderungen der Internationalisierung sowie der größeren Abnehmerstruktur auf der Handelsseite nicht mehr genügte. Das Investitionsvolumen der Anlagenerweiterung betrug ca. 10 Millionen Euro.

Die Ausführung

Durch den Einsatz von diversen Neumaschinen wie Reiniger, einer Hammermühle, eines Bodenklappenmischers, war es notwendig, ein staubdichtes Rohrsystem für die Aspiration zu verwenden. Die Silos werden teilweise pneumatisch und mechanisch befüllt. Die dadurch resultierende staubhaltige Abluft wird über Aufsatzfilter abgesaugt. Dadurch musste das Rohrsystem nicht in 3 bar druckstoßfest ausgelegt werden. Eingesetzt wurden hier grundierte Rohrteile in der Wandstärke 1 mm, die mittels Spannringen mit eingelegter Dichtmasse verbunden wurden.
Die Aspirationsleitung von der Mischanlage zum Filter wird im Betrieb stets mit feinen Staubanteilen kontaminiert und musste daher in 3 bar Druckstoßfestigkeit ausgeführt werden. Hierbei kamen das 2 mm starke Rohrsystem und die geprüften, druckstoßfesten und montagefreundlichen QUICK CONNECT®-Spannringe mit Bördeldichtringen zum Einsatz. Zusätzlich wurde die Rohrleitung mittels Erdungslaschen und Erdungskabel potentialfrei gehalten, um eine Staubexplosion durch statische Aufladung zu vermeiden.
Je nach Produkt und Verfahrensbereich werden die Produkte nicht pneumatisch, sondern auch mechanisch gefördert, zum Beispiel mit Pendelbecherwerk, Redler oder Schnecken. Zwischen diesen Transportmitteln wurde das 2 mm starke grundierte JACOB ROHRSYSTEM eingesetzt. Zum Verteilen wurden elektropneumatische Klappkästen mit Kragen eingesetzt, die für die ATEX Zone 22 konfiguriert sind. Zum Verbinden der Rohrteile kam ebenfalls der QUICK CONNECT®-Spannring mit Bördeldichtring zum Einsatz. Mittels Erdungslaschen und Erdungskabel wurde diese Rohrleitung potentialfrei gehalten.
Ein weiterer Einsatzbereich des JACOB-Laufrohrbaus ist der Transport im freien Fall von einer Siloaustragschnecke zu einem Redler/Kettenförderer. Um die Anschlüsse von der Schnecke und dem Redler zu erreichen, wurden kurzerhand zwei Segmente mit Standardwinkel gegeneinander verdreht und somit unkompliziert der benötigte Zwischenwinkel erreicht. Die Verbindung wurde ebenfalls explosionsdruckstoßfest ausgeführt und potentialfrei gehalten.